Kreislauf & Nachhaltigkeit

Recycling & Scrap.

Aus Schrott den maximalen Wert holen — mit Marktwissen und dem besten Abnehmer.

Recycling & Scrap

Alles Wichtige zu Metallrecycling und Schrott: was die Begriffe bedeuten, welche Sorten es je Metall gibt, was den Wert bestimmt — und wie aus Schrott wieder Rohstoff wird.

Was ist Recycling & Scrap?

„Scrap" ist der englische Begriff für Schrott — Metall, das ausgedient hat oder als Verschnitt anfällt, aber weiterhin ein Rohstoff ist. Recycling ist der Weg zurück in den Kreislauf: erfassen, sortenrein trennen, aufbereiten und einschmelzen, bis daraus ein Sekundärrohstoff für neue Produkte wird.

Der Kreislauf schließt sich Schritt für Schritt: Schrott → Sortierung & Aufbereitung →Einschmelzen → Sekundärrohstoff → neues Bauteil — und irgendwann wieder Schrott. Metalle eignen sich dafür besonders gut, weil sie sich praktisch ohne Qualitätsverlust immer wieder verwerten lassen. Ihr Wert ist deshalb kein „Abfallwert", sondern ein Rohstoffwert — vorausgesetzt, man behandelt sie richtig.

Wie Recycling funktioniert — vom Schrott zum Rohstoff

  1. Erfassung. Material aufnehmen, grob nach Sorten und Fraktionen ordnen.
  2. Sortierung & Trennung. Metalle voneinander und von Fremdstoffen trennen — je sortenreiner, desto höher der Wert.
  3. Aufbereitung. Zerkleinern, Scheren, Brennen, Shreddern oder Granulieren, bis das Material chargierfähig ist.
  4. Analyse. Legierung und Reinheit bestimmen — vor Ort per XRF, bei Grenzfällen per Spektral- oder Laboranalyse.
  5. Verwiegung. Geeichte Verwiegung als verbindliche Mengenbasis, Wiegeschein als Nachweis.
  6. Einschmelzen. In Stahl-, Gießerei- oder Schmelzbetrieben entsteht aus dem Schrott ein Sekundärrohstoff.
  7. Neuproduktion. Der Sekundärrohstoff geht zurück in die Fertigung — der Kreis schließt sich.

Was den Wert bestimmt

Nicht das Metall allein entscheidet, sondern die genaue Sorte und ihr Zustand:

  • Sortenreinheit. Eine Sorte pur bringt fast immer mehr als ein Gemisch.
  • Fremdanteile. Eisen im Aluminium, Kupfer im Stahl, Zinn oder Lot an Kupfer — schon geringe Fremdmetalle stufen ganze Chargen herab.
  • Anhaftungen. Lack, Zink, Isolierung, Öl, Beton oder Korrosion senken den Gehalt und damit den Preis.
  • Legierung. Bei Edelstahl und Aluminium entscheidet die genaue Legierung (Nickel-, Molybdän-, Magnesiumgehalt) über den Wert.
  • Kupfergehalt. Bei Kabeln ist der Cu-Anteil der Schlüssel — abisoliert und blank ist ein Vielfaches wert.
  • Aufbereitungsaufwand, Menge und Marktlage. Je weniger Nacharbeit nötig ist und je größer die Menge, desto besser der Preis; die Basis bilden die offiziellen Werte (LME, BDSV, EUWID).

Die Metalle und ihre Sorten im Detail

Eisenmetalle

Eisen & Stahl10+ Sorten

(FE)

Der häufigste Werkstoff, magnetisch und vollständig wiederverwertbar — ein Großteil der Stahlnachfrage wird aus Schrott gedeckt. Sortiert wird nach Größe, Stärke und Herkunft (europäische Sortenliste):

Mischschrott

Gemischter, magnetischer Eisen- und Stahlschrott in unterschiedlichen Formen: Stangen, Bleche, Gitter, Roste und Werkzeuge, handhabbar und ab etwa 2 mm Materialstärke. Fällt bei Rückbau, Sanierung, in Betrieben und Haushalten an. Fremdstoffe wie Kunststoff, Holz und NE-Metalle heraushalten – je sauberer und sortenreiner, desto besser die Einstufung.

Schwerschrott

Schwerer, dickwandiger Stahl ab etwa 6 mm Materialstärke: Träger, dicke Bleche, Stangen und massive Bauteile. Kommt aus Industriedemontage, Stahlbau und Maschinenrückbau. Von dünnwandigem Blech- und Mischschrott trennen und Fremdmetalle entfernen – Schwerschrott ist eine eigene, höher eingestufte Sorte.

Blechschrott

Dünnwandige Stahlbleche, Zuschnitte und leichte Blechteile, magnetisch. Stammt aus Blechverarbeitung, Karosserie- und Gehäusebau sowie Rückbau. Sauber und trocken halten; verzinkte oder lackierte Bleche und Verbundmaterialien möglichst separat sammeln.

Stahlspäne

Dreh- und Frässpäne aus der Stahlbearbeitung, kurz oder gewendelt, magnetisch; Öl- und Emulsionsanteil sind bewertungsrelevant. Fallen in Drehereien, Fräs- und Zerspanungsbetrieben an. Je Werkstoff getrennt sammeln, Fremd- und Edelstahlspäne fernhalten und die Späne abtropfen lassen – freies Öl mindert den Wert.

Gussschrott

Gegossener Eisenschrott mit hohem Kohlenstoffgehalt und grobem Bruchbild: alte Gussheizkörper, Kesselglieder, Gussrohre und Maschinenbetten. Kommt aus Heizungsrückbau, Maschinenbau und Industriedemontage. Von Stahlschrott trennen – Guss wird in der Schmelze anders geführt; Nichteisen-Anbauteile entfernen.

Träger und Profilstahl

Konstruktionsstahl in Trägern, Profilen und Bauteilen (I-, U-, L-Profile), meist dickwandig und schwer. Stammt aus Stahlbau, Hallen- und Industrierückbau. Lange, sperrige Teile für den Transport auf Länge bringen; Beton-, Holz- und Fremdmetallanhaftungen entfernen.

Voraussetzung: chargierfähig, mit Magnet entladbar, frei von Anhaftungen, NE-Metallen, Beton und Öl. Betonstahl wird wegen des Kupfergehalts getrennt geführt.

Edelstahl5+ Sorten

(rostfrei / „Nirosta")

Hochwertig, meist nicht magnetisch, Wert vor allem durch den Nickelanteil:

Edelstahl 304 / V2A

Nichtrostender Chrom-Nickel-Stahl (rund 18 % Chrom, 8 % Nickel), meist unmagnetisch: Bleche, Rohre, Behälter und Bauteile. Kommt aus Anlagen- und Apparatebau, Küchen- und Möbelbau sowie Industrie. Mit dem Magnettest grob von normalem Stahl unterscheiden und von der höherwertigen Sorte 316/V4A trennen; im Zweifel per Analyse absichern.

Edelstahl 316 / V4A

Säurebeständiger Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl, durch den Molybdänanteil höherwertig als V2A: Bleche, Rohre, Behälter und Armaturen. Stammt aus Chemie-, Lebensmittel- und Pharmaanlagen sowie Küstentechnik. Strikt von 304/V2A getrennt halten – der Molybdängehalt macht den Unterschied; Legierung im Zweifel analysieren.

Chromstahl 430

Ferritischer, nickelfreier Chromstahl, magnetisch – anders als V2A/V4A: Bleche, Haushalts- und Industriebauteile. Kommt aus Hausgeräten, Verkleidungen und Industrie. Wegen des fehlenden Nickels deutlich niedriger eingestuft als V2A/V4A – konsequent getrennt halten, der Magnettest hilft bei der Unterscheidung.

Edelstahlspäne

Dreh- und Frässpäne aus der Edelstahlbearbeitung; Legierung (304, 316 u. a.) sowie Öl- und Feuchteanteil bestimmen die Einstufung. Fallen in Zerspanungs- und Apparatebaubetrieben an. Je Legierung getrennt sammeln, Fremd- und Stahlspäne fernhalten und abtropfen lassen – gemischte Späne werden auf die niedrigere Legierung abgerechnet.

Für Laien kaum zu unterscheiden, im Preis aber deutlich verschieden — hier lohnt die genaue Bestimmung per XRF besonders. Frei von Fremdmetallen, Späne separat.

NE-/Buntmetalle

Kupfer10+ Sorten

Das wertvollste der gängigen Basismetalle. Sorten nach Reinheit und Form:

Kupfer Millberry

Blanker, glänzender Kupferdraht ab etwa 1 mm Stärke mit mindestens 99,9 % Kupfer, mechanisch von der Isolierung getrennt und frei von Lack, Zinn und Oxidation. Fällt in Kabelschälanlagen, Kabelgranulierung, Kabelkonfektion und als Produktionsrest bei Draht- und Kabelherstellern an. Höchste Kupfersorte überhaupt: Schon leichte Anlauffarben oder ein einzelner verzinnter Draht stufen die ganze Partie zurück – deshalb sortenrein, trocken und gesichert lagern.

Blanker Kupferdraht

Blanker bis leicht angelaufener Kupferdraht und -litze mit rund 98 % Kupfer, unverzinnt und unlegiert, matter und dunkler als Millberry. Stammt aus Oberleitungen, Wicklungen, Elektroinstallation und Kabelverwertung. Leichte Oxidation ist zulässig, spröder Brandschrott, Zinn und Isolierung nicht – wirklich blanken, glänzenden Draht besser als Millberry ausheben.

Kupfer schwer

Dickwandige, massive Kupferteile ab etwa 1–5 mm Materialstärke: Stromschienen, Anodenreste, massive Bauteile und dickwandige Rohre mit rund 96–98 % Kupfer; Oxidation und Patina sind zulässig, Anhaftungen nicht. Kommt aus Industriedemontage, Energietechnik und Installationsrückbau. Messing, verzinnte oder verbleite Teile sowie Eisenanhaftungen heraustrennen; dünnwandiges Material gehört zu Kupfer leicht.

Kupfer leicht

Dünnwandiges Kupfer unter etwa 1 mm: Dachbleche, Dachrinnen, Fallrohre, Kessel und Boiler, häufig stark patiniert oder verwittert (rund 88–92 % Kupfer). Typisch aus Dachdeckerei und Spenglerei, Sanitärrückbau und Haushaltsauflösungen. Dickwandige Stücke herausklauben – sie zählen als Kupfer schwer; stark behaftetes Material separat halten.

Kupferrohre

Rohre und Rohrabschnitte aus Sanitär und Heizung aus unlegiertem Kupfer; entscheidend ist, ob Lötstellen, Fittings und Dämmreste dranhängen. Herkunft: Sanitär- und Heizungsrückbau, Installationsbetriebe, Neubau-Verschnitt. Dämmung entfernen, Messingfittings abschrauben und blanke von verlöteten Rohren trennen – sauberes Rohr wird deutlich höher eingestuft.

Kupfergranulat grob

Rieselfähiges Granulat aus der Kabelgranulierung mit kantigen Körnern und kurzen Drahtstücken von etwa 2–5 mm; aus Dickdraht-Kabeln (Leiter ≥ 1 mm) und damit hoher Reinheit von 98,5 bis über 99,5 %. Entsteht in Kabelgranulieranlagen bei der Verarbeitung von Energie-, Erd- und Installationskabeln. Grob- und Feingranulat strikt getrennt lagern und niemals Alu-Granulat beimischen; Kunststoffrest und Feuchte mindern den Wert.

Aluminium10+ Sorten

Leicht und praktisch unendlich recycelbar — das Paradebeispiel der Kreislaufwirtschaft. Sortiert nach Legierung, Form und Anhaftung:

Aluminiumprofile blank

Saubere, blanke Aluminiumprofile ohne Beschichtung und ohne Anhaftungen, leicht und unmagnetisch. Stammt aus Fenster- und Fassadenbau, Messe- und Maschinenbau sowie Produktionsverschnitt. Blanke Ware getrennt von lackierten oder thermisch getrennten Profilen halten – sortenrein bringt die beste Einstufung.

Aluminiumguss

Gegossene Aluminiumteile mit typischer Gussoberfläche: Gehäuse, Halter, Motor- und Getriebeteile. Kommt aus Maschinenbau, KFZ- und Gerätetechnik. Von Knet-Aluminium (Profile, Blech) trennen – Guss ist eine eigene Sorte; Eisen- und Stahlanbauteile entfernen.

Aluminiumblech

Alu-Bleche, Tafeln und Zuschnitte, blank oder lackiert, mit nur geringen Anhaftungen. Stammt aus Blechverarbeitung, Fassaden- und Fahrzeugbau. Aluguss und Konstruktionslegierungen gehören nicht in diese Sorte; Verbund- und beschichtete Bleche separat halten.

Aluminiumfelgen

PKW- und Nutzfahrzeugfelgen aus Aluminium, meist Guss. Kommt aus KFZ-Verwertung, Werkstätten und Reifenhandel. Reifen, Ventile, Stahlbuchsen und Wuchtgewichte vorher entfernen – ohne diese Fremdteile werden die Felgen am besten bewertet.

Aluminiumspäne

Dreh- und Frässpäne aus der Aluminiumbearbeitung, silbrig und leicht; Öl- und Feuchteanteil sind bewertungsrelevant. Fallen in Zerspanungsbetrieben an. Je Legierung getrennt sammeln, Fremdspäne fernhalten und abtropfen lassen – nasse oder vermischte Späne werden abgewertet.

Aluminiumdraht und Freileitung

Blanker Aluminiumdraht, Seile und Freileitungen, teils mit Stahlseele (ACSR). Stammt aus Netzrückbau und Energietechnik. Reinen Alu-Draht von stahlverstärkten Seilen trennen – die Stahlseele mindert das Ausbringen; von Kupferdraht ohnehin getrennt halten.

Entscheidend: frei von Eisen und Stahl.

Messing, Bronze & Rotguss10+ Sorten

Kupferlegierungen mit eigenem Markt:

Messing gemischt

Gemischte Kupfer-Zink-Teile (Messing), goldgelb, unmagnetisch, mit nur minimalen Fremd- und Kunststoffanteilen. Fällt bei Installation, Beschlag- und Armaturenrückbau sowie in Betrieben an. Eisenanhaftungen und stark verunreinigte Teile aussortieren – saubere, sortenreine Ware wird höher eingestuft.

Messing MS58

Automaten- und Knetmessing (CuZn39Pb), typisch als Stangen und Drehteile, gut zerspanbar. Stammt aus Drehereien und der Fittings- und Beschlagfertigung. Sortenrein und trocken sammeln, Späne separat; Rotguss und Bronze nicht beimischen – das sind eigene Sorten.

Messingspäne

Dreh- und Frässpäne aus der Messingbearbeitung, goldgelb; Öl- und Feuchteanteil sind bewertungsrelevant. Fallen in Drehereien und Automatendrehereien an. Je Legierung getrennt sammeln, Fremdspäne (Stahl, Alu) fernhalten und abtropfen lassen.

Rotguss

Kupfer-Zinn-Zink-Gusslegierung (Cu-Sn-Zn-Pb), rötlicher als Messing: Pumpengehäuse, Ventil- und Lagerteile, Pressfittinge und Rohrverbinder. Kommt aus Sanitär-, Pumpen- und Armaturentechnik. Von Messing und Bronze getrennt halten – Rotguss ist eine eigene, wertvolle Sorte; Eisenanbauteile entfernen.

Bronze

Kupfer-Zinn-Legierung, härter und meist bräunlich: Gleitlager, Buchsen, Schnecken- und Gussteile. Stammt aus Maschinenbau, Antriebstechnik und Lagerfertigung. Sortenrein sammeln und von Messing und Rotguss trennen; verölte Lagerteile abtropfen lassen.

Zink, Blei & Zinn5+ Sorten

Zinkschrott

Sprödes, bläulich-weißes Metall (meist Titanzink): Dachrinnen, Fenstereinfassungen, Bleche und Gussteile; im Handel oft „Altzink“. Stammt aus Spenglerei und Dachrückbau. Von Blei und verzinktem Stahl unterscheiden (Zink ist massiv, nicht nur beschichtet) und sortenrein halten.

Zinkdruckguss

Druckgussteile und Gehäuse aus Zinklegierung (Zamak), oft mit glatter Gussoberfläche: Beschläge, Gehäuse, Geräte- und Spielzeugbauteile. Kommt aus Geräte- und Beschlagfertigung. Von massivem Zink und von Aluminiumdruckguss trennen; Eisen- und Kunststoffanbauteile entfernen.

Bleischrott

Weiches, sehr schweres Metall mit silbriger Schnittkante und bläulich-grauer Oberfläche: Bleche, Rohre, Gewichte und Kabelmäntel. Stammt aus alten Wasserleitungen, Dachanschlüssen, Strahlenschutz und Auswuchtgewichten. Sortenrein und getrennt erfassen; als Gefahrstoff staubarm und gesichert handhaben.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Zinnschrott

Weiches, silbrig glänzendes NE-Metall: Zinnteile, Lote und Produktionsreste, vergleichsweise hochwertig. Kommt aus Löttechnik, Elektronikfertigung und Gießereien. Sortenrein sammeln und von Blei- und Weichloten trennen – reines Zinn ist deutlich wertvoller.

Nickel & Technologiemetalle5+ Sorten

Nickel-Basislegierungen (z. B. hitzebeständige Sondergüten), Titan, Molybdän und Wolfram aus Spezialanlagen — geringe Mengen, aber sehr hoher Wert.

Titan

Leichtes, sehr festes und korrosionsbeständiges Metall: Bleche, Rohre, Späne und Bauteile. Kommt aus Luftfahrt, Medizintechnik, Anlagenbau und Motorsport. Sortenrein halten und von Edelstahl trennen (Titan ist deutlich leichter, die Funkenprobe hilft); Späne wegen Brandgefahr trocken und separat lagern.

Inconel

Nickelbasis-Superlegierung für höchste Temperaturen: Turbinen- und Ofenteile, Bleche und Rohre. Stammt aus Turbinen-, Ofen- und Anlagenbau. Sortenrein sammeln und von Edelstahl trennen – Nickelbasislegierungen sind wesentlich wertvoller; Legierung im Zweifel per Analyse bestimmen.

Wolfram- und Molybdänschrott

Hochschmelzende Refraktärmetalle: Elektroden, Heizleiter, Werkzeuge und Hochtemperaturteile, auffällig schwer. Kommt aus Schweißtechnik, Ofen- und Werkzeugbau. Sortenrein und trennscharf sammeln – gemischt mit Stahl oder untereinander sinkt der Wert deutlich.

Kabel & Elektronik

Kabelschrott5+ Sorten

Der Wert hängt fast vollständig am Kupfergehalt:

Kupferkabel gemischt

Bunte Mischung kunststoffummantelter Installations-, Anschluss- und Steuerleitungen ohne Stecker, mit einem Kupfer-Ausbringen von typischerweise 35–50 %. Kommt aus Elektroinstallation, Rückbau und der Sammelware von Betrieben. Alu-Kabel, Erdkabel und Schälware getrennt halten – jede Sorte hat ihre eigene Ausbeuteklasse; Stecker, Netzteile und Trafos gehören nicht hinein.

Aluminiumkabel

Kunststoffummantelte Alu-Erd- und Energiekabel mit dicken Querschnitten; am Anschnitt silbriger Leiter, deutlich leichter als Kupferkabel gleicher Dicke, Alu-Ausbringen rund 40–60 %. Herkunft: Energieversorger, Netzrückbau und Baustellen. Kupfer- und Alu-Kabel strikt trennen – gemischte Partien werden auf die schlechtere Basis abgerechnet; Stahlarmierung gesondert erfassen.

Installationskabel

Klassische graue oder weiße Mantelleitungen (z. B. NYM 3×1,5) mit massiven Kupferadern und PVC-Mantel, Kupfer-Ausbringen etwa 40–55 %. Fällt bei Elektroinstallation als Neubau-Verschnitt und im Rückbau an. Sauberer, sortenreiner Neubau-Verschnitt bringt die beste Auswertung; Stecker, Klemmen und Fremdkabel (Daten, Koax) heraushalten.

Erdkabel

Schwarzes, schweres NYY-Erdkabel mit massiven Kupferleitern und dickem PVC-Mantel, oft in langen Stücken oder Ringen, Kupfer-Ausbringen etwa 55–60 %. Kommt von Netzbetreibern, aus dem Tiefbau und Baustellenrückbau. Erd- und Sandanhaftungen vorher abklopfen (sie werden abgezogen); historische Papier-Blei-Erdkabel gehören in die eigene Sorte.

Kabel mit Steckern

Geräteanschluss- und Verlängerungskabel mit angespritzten Steckern und Kupplungen, Kupfer-Ausbringen nur rund 25–30 % und damit die niedrigste reguläre Kabelklasse. Kommt aus Haushaltssammlung, Geräteverwertung und Elektrohandel-Retouren. Ab Menge lohnt es, die Stecker abzuschneiden – der Rest erreicht normale Kabelqualität; angeschlossene Netzteile zählen als Elektronikschrott.

Isolierung senkt den Wert; abisoliert und blank ergibt sich Millberry.

Elektronikschrott15+ Sorten

(E-Schrott)

Oft mit verstecktem Edelmetallpotenzial:

Server-Platinen / Motherboards

Höher bestückte Server-Mainboards (typischerweise mit mindestens zwei Prozessorsockeln), eine der edelmetallreicheren Platinensorten. Stammt aus Servern, Rechenzentren und IT-Rückbau. Batterien, große Kühlkörper, Stahlrahmen und Kabel abtrennen und nach Platinenqualität getrennt halten – die Bestückung bestimmt den Wert.

PCs unberaubt

Komplette Rechner mit allen wesentlichen Komponenten (Mainboard, RAM, CPU, Laufwerke). Kommt aus Büro-, Industrie- und Rechenzentrums-IT. Batterien entfernen; komplette und bereits „beraubte“ Geräte getrennt halten – vollständige Rechner sind wertvoller, weil die hochwertigen Bauteile noch enthalten sind.

Festplatten unberaubt

Komplette Festplatten inklusive Elektronikplatine sowie Aluminium- und Magnetkomponenten. Stammt aus PCs, Servern und Speichersystemen. HDDs und SSDs sowie komplette und beraubte Laufwerke getrennt halten; Datenträger vor der Verwertung nachweislich löschen oder physisch vernichten.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Kleintransformatoren

Kleine Trafos mit Kupferwicklung (unter etwa 100 kg je Stück), ohne wesentliche Anhaftungen. Kommt aus Elektroanlagen, Maschinen und Industriegeräten. Nach Wicklungsmaterial (Kupfer/Alu) sowie ölhaltig oder trocken trennen; bei Ölfüllung und PCB-Verdacht gesondert prüfen.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Elektromotoren

E-Motoren und Anker mit Kupferwicklung, ohne größere Anhaftungen. Stammt aus Maschinen, Antrieben und Industrieanlagen. Nach Größe und Wicklungsmaterial (Kupfer/Alu) trennen; Getriebe, Öl und Betonanhaftungen entfernen – reine Motoren werden besser bewertet.

Elektronikschrott gemischt

Gemisch aus Geräten, Platinen, Kabeln und Elektronikkomponenten. Kommt aus IT-, Elektro- und Industrierückläufen. Nach Gerätegruppen vorsortieren und Batterien entfernen; Großgeräte, Bildschirme und Kühlgeräte gehören nicht hinein – sie sind eigene, teils gefährliche Fraktionen.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Enthalten neben Kupfer häufig Gold, Silber und Palladium — die Aufbereitung ist aufwendig, das Potenzial aber hoch.

Sonder- & Spezialfraktionen

Hartmetall & Schneidstoffe2 Sorten

Klein, aber sehr wertvoll je Kilogramm:

Hartmetall

Wolframkarbid-Werkzeuge mit Kobaltbinder (Wendeschneidplatten, Bohr- und Fräsköpfe, Ziehsteine), auffällig schwer und hart. Fällt in Zerspanung, Werkzeug- und Formenbau an. Sauber und sortenrein sammeln und von HSS und Stahl trennen – Hartmetall ist wegen des Wolframs eine der wertvollsten Sonderfraktionen.

HSS-Schnellarbeitsstahl

Hochlegierter Werkzeugstahl (Wolfram/Molybdän/Vanadium): Bohrer, Fräser, Sägeblätter und Gewindewerkzeuge. Stammt aus Werkzeugbau und Zerspanung. Von Hartmetall und normalem Stahl trennen – HSS ist deutlich höherwertig als Werkzeugstahl, liegt aber unter Hartmetall.

Rückgewinnung vor allem von Wolfram und Kobalt.

Batterien1 Sorte

Bleibatterien (PKW/LKW)

Komplette Blei-Säure-Starterbatterien aus Fahrzeugen und Anlagen, schwer, mit Blei und Elektrolyt. Kommt aus KFZ-Verwertung, Werkstätten und Industrie. Nur vollständig, aufrecht und auslaufsicher erfassen – als gefährlicher Abfall unterliegen sie eigenen Rücknahme- und Transportpflichten.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Fahrzeug-Katalysatoren2 Sorten

Keramik-Katalysatoren

KFZ-Katalysatoren mit Keramikmonolith, der die Edelmetalle Platin, Palladium und Rhodium trägt. Kommt aus KFZ-Verwertung und Werkstätten. Vollständig und unzerschlagen erfassen (der Monolith ist der Wertträger) und Typ und Herkunft dokumentieren – die Bewertung erfolgt nach Analyse des Edelmetallgehalts.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Metall-Katalysatoren

KFZ-Katalysatoren mit Metallmonolith (Metallträger statt Keramik), ebenfalls Träger von Platingruppenmetallen. Stammt aus KFZ-Verwertung und Werkstätten. Getrennt von Keramik-Kats erfassen – die Verwertung läuft anders; Typ und Herkunft dokumentieren.

Mehr dazu: Umweltschutz & Compliance

Warum sich Recycling lohnt — Wert & Kreislaufwirtschaft

Für Sie zählt zuerst der Wert : Sortenrein bestimmtes Material bringt bei den richtigen Abnehmern deutlich mehr als ein pauschaler Sammelpreis.

Zugleich ist Metallrecycling einer der größten Hebel der Kreislaufwirtschaft . Sekundärmetalle haben praktisch dieselbe Qualität wie Primärrohstoffe, brauchen aber nur einen Bruchteil der Energie:

Aluminium

spart gegenüber der Primärproduktion rund 95 % der Energie und einen Großteil der CO₂-Emissionen.

Kupfer

spart je nach Berechnung rund 80–90 % der Energie und über 60 % CO₂.

Stahl

lässt sich im Elektrostahlverfahren nahezu vollständig recyceln und spart einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen.

Blei

spart rund 60–75 % der Energie.

Jede Tonne, die im Kreislauf bleibt, schont Ressourcen, senkt CO₂ und stärkt die europäische Wertschöpfung — statt Abhängigkeit von importierten Primärrohstoffen. Guter Schrott ist damit kein Abfall, sondern ein strategischer Rohstoff.

Was FRANZL daraus macht

Wir bringen dieses Wissen für Sie zum Einsatz: Material sortenrein bestimmen und auf Börsenbasis bewerten, den besten Weg und Abnehmer finden und direkt mit Gießereien und Verwertern abwickeln — auf Wunsch als komplettes A-bis-Z-Paket von der Bewertung über Logistik bis zur Abrechnung. Die eigentliche Aufbereitung und das Einschmelzen übernehmen die Endabnehmer; wir bestimmen, bewerten, steuern und vermarkten. Geht es um die Optimierung Ihrer laufenden Verwertungswege — Trennung, Lagerung, Abhol-Intervalle, Preisbasis —, greift unsere Verwertungsberatung.

Kurz: maximaler Wert statt Sammelpreis , direkt zum Endabnehmer, alles im Kundenportal nachvollziehbar.

Volle Transparenz

Im Kundenportal sichtbar.

Jeder Schritt und jedes Dokument – jederzeit nachvollziehbar. Keine Blackbox.

Mehr zum Kundenportal

Let's talk.

Wir antworten mit einem Plan, nicht mit einer Floskel.

Kontakt aufnehmen