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EU-Kommission bereitet Verordnungsentwurf für Aluminiumschrott-Exportzoll vor

Die EU-Kommission plant im Rahmen des RESourceEU-Aktionsplans die Vorlage einer gezielten Handelsmaßnahme zur Einschränkung von Aluminiumschrott-Exporten für Anfang September 2026.

EU-Kommission bereitet Verordnungsentwurf für Aluminiumschrott-Exportzoll vor
Exportbeschränkung im Anmarsch:

Der offizielle Verordnungsentwurf sieht die Einführung von Exportzöllen in Höhe von bis zu 15 Prozent auf Ausfuhren von Aluminiumschrott in Drittstaaten vor.

Im Rahmen des europäischen RESourceEU-Aktionsplans verdichten sich die Anzeichen für unmittelbare Exportbeschränkungen bei Sekundärrohstoffen. Wie aus aktuellen Branchen- und Marktberichten hervorgeht, bereitet die Europäische Kommission für den 9. September 2026 die Veröffentlichung eines konkreten Verordnungsentwurfs vor. Dieser sieht die Einhebung eines Exportzolls von rund 15 Prozent auf die Ausfuhr von Aluminiumschrott in Staaten außerhalb der EU vor.

Hintergrund ist der kontinuierliche Abfluss hochwertiger Sekundäraluminium-Fraktionen nach Asien (insbesondere Indien), der die Herstellungskosten europäischer Sekundärhütten belastet. Während die europäischen Primär- und Sekundärmetallerzeuger die Maßeinheit als wesentlichen Schritt zur Sicherung strategischer Rohstoffe in Europa begrüßen, warnen internationale Recyclingverbände wie EuRIC und BIR vor Marktverzerrungen.

Für den Metallschrothandel bedeutet das bevorstehende Verfahren eine grundlegende Neuausrichtung internationaler Lieferketten. Sollte der Entwurf den weiteren Konsultationsprozess passieren, werden Drittlandsexporte spürbar verteuert und Mengen verstärkt im Binnenmarkt gehalten.

Für deutsche Schrotthändler: Deutsche Metallschrotthändler müssen sich auf spürbare Einschränkungen bei Ausfuhren von Aluminiumschrott in Nicht-EU-Staaten einstellen. Die Maßnahme soll den Verbleib von Sekundärrohstoffen im EU-Binnenmarkt erzwingen.

Für österreichische Schrotthändler: Österreichische Sekundärrohstoffhändler mit Exportmärkten außerhalb der EU stehen vor höheren Abgaben und administrativen Hürden, während heimische Verwerter von besserer Rohstoffverfügbarkeit profitieren könnten.

Ref: RR-20260902-01

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