EU-Kommission genehmigt geänderten Förderrahmen für Thyssenkrupp-Grünstahlprojekt
Die EU-Kommission hat die Anpassung der 2-Milliarden-Euro-Förderung für das Duisburger Direktreduktionsprojekt von Thyssenkrupp gebilligt. In der Anlaufphase darf flexibel Erdgas genutzt werden.
Die Förderanpassung nimmt den zeitlichen Druck bei der Wasserstoffverfügbarkeit und sichert die langfristige Investition in die Umstellung auf schrottbasierte und wasserstofffähige Routen.
Die EU-Kommission hat der geänderten Fördervereinbarung für das 3 Milliarden Euro schwere Grünstahlprojekt von Thyssenkrupp Steel in Duisburg zugestimmt. Ursprünglich war die staatliche Förderung in Höhe von 2 Milliarden Euro zwingend an den frühzeitigen Einsatz von rechnerisch grünem Wasserstoff gekoppelt.
Da grüner Wasserstoff kurz- und mittelfristig nicht in ausreichendem Maße und zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht, verhandelten Thyssenkrupp, die Bundesregierung und das Land NRW über flexiblere Rahmenbedingungen. Die EU bestätigte nun, dass die Nutzung von Erdgas in einer Übergangsphase vollkommen beihilferechtskonform ist.
Mit dieser Entscheidung ist der Weg frei für die termingerechte Fertigstellung der Direktreduktionsanlage und die spätere Anbindung an Elektrolichtbogenöfen. Für die europäische Recycling- und Schrottbranche bedeutet dies wichtige Planungssicherheit bezüglich des künftigen Schrottbedarfs des größten deutschen Stahlerzeugers.
Für deutsche Schrotthändler: Schrotthändler erhalten Verlässlichkeit, dass der Großumbau in Duisburg weitergeht und der Konzern künftig gigantische Mengen qualitätsgesicherten Schrotts zur Beimischung und für EAF-Anlagen nachfragen wird.
Für österreichische Schrotthändler: Auch österreichische Schrottexporteure nach Deutschland profitieren von der gesicherten Kapazitätsumstellung und der dadurch mittelfristig stabilen Nachfrage nach Primär- und Qualitätsschrott.
Ref: RR-20260828-04