EUWID-Marktspiegel: Verkaufspreise für Nichteisen-Metallschrotte ziehen Ende August wieder an
Ende August 2026 erholten sich die Großhandelsnotierungen für NE-Metallschrotte auf den mitteleuropäischen Märkten. Treiber sind knappes Materialangebot und höhere Metallbörsenkurse.
Kupfer- und Aluminiumschrotte verzeichnen trotz Sommerruhe und Niedrigwasser-Logistikproblemen eine spürbare Preiserholung.
Die Großhandelsankaufs- und Verkaufspreise für Nichteisen-Metallschrotte (NE-Metalle) in Deutschland und den angrenzenden Märkten haben Ende August 2026 wieder angezogen. Auswertungen des Branchendienstes EUWID Recycling belegen steigende Notierungen vor allem bei Kupfer- und Aluminiumschrottsorten.
Ursächlich für den Preisanstieg sind primär positive Impulse von den internationalen Metallbörsen sowie eine saisonal bedingte Knappheit im Schrottaufkommen. Obwohl die Nachfrage verarbeitender Hütten verhalten bleibt, stützen geringe Sammelmengen im Sommer das Preisniveau.
Parallel belasten anhaltende Logistikengpässe durch Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein den Binnentransport. Dennoch erweisen sich die Sekundärmetallmärkte als widerstandsfähig gegenüber den konjunkturellen Dämpfern.
Für deutsche Schrotthändler: Bietet Händlern bessere Erlöschancen bei Buntmetallen, fordert jedoch eine sorgfältige Steuerung von Logistikkapazitäten bei Wasserstraßentransporten.
Für österreichische Schrotthändler: Ermöglicht österreichischen Recyclern höhere Margen bei der Vermarktung von Kupferschrott und Aluminiumfraktionen an europäische Schmelzen.
Ref: RR-20260904-01