Kupferschrottpreise geben nach LME-Allzeithoch deutlich nach
Nach einem neuen Allzeithoch an den Metallbörsen korrigierte der LME-Kupferpreis um rund 700 US-Dollar pro Tonne, was zu nachgebenden Notierungen im Altmetall-Großhandel führte.
Die steile Kursrally bei Buntmetallen legt eine Pause ein und zwingt Schrotthändler zu raschen Preisanpassungen bei Kupferschrott.
Die monatelange Kursrallye an den internationalen Metallbörsen hat in der vorletzten Augustwoche eine spürbare Pause eingelegt. Nachdem die Notierungen für Elektrolytkupfer an der London Metal Exchange (LME) zu Wochenbeginn noch historische Höchststände erreicht hatten, gaben die Kurse im Wochenverlauf um rund 700 US-Dollar pro Tonne nach.
Die Korrektur schlug unverzüglich auf den Großhandelsmarkt für Altmetalle durch. Recyclingunternehmen und Metallhändler meldeten durchweg fallende Ankaufspreise für blanken Kupferschrott (Kabel- und Milberry-Qualitäten) sowie für Messingfraktionen.
Marktbeobachter führen den Dämpfer auf kurzfristige Gewinnmitnahmen von Finanzinvestoren und anhaltend verhaltene Konjunktursignale aus dem verarbeitenden Gewerbe zurück, während die langfristigen Nachfrageaussichten durch die Energiewende weiterhin positiv bewertet werden.
Für deutsche Schrotthändler: Schrotthändler im Buntmetallsektor müssen Lagerbestände kurzfristig absichern und Ankaufsnotierungen anpassen, um Margeverluste bei rasch drehenden Kupferqualitäten zu vermeiden.
Für österreichische Schrotthändler: Österreichische Hütten- und Aufbereitungsbetriebe wie Montanwerke Brixlegg registrieren nach dem Preisgipfel veränderte Anlieferungsmengen und kurzfristige Zurückhaltung beim Schrotteinkauf.
Ref: RR-20260828-01