LME-Kupferrallye stoppt nach Rekordhoch: Buntmetall-Schrottpreise in Deutschland geben Ende August nach
Nach einem Allzeithoch Mitte August korrigieren die LME-Kupferkurse spürbar. Der deutsche NE-Schrottgroßhandel reagiert mit Preisabschlägen von bis zu 10 Euro je 100 kg bei Kupferschrott sowie leichten Rückgängen bei Blei und Aluminium.
Nach dem Erreichen des historischen Höchststands an der LME am 17. August sanken die Großhandelseinkaufspreise für Kupferschrott in Deutschland in der dritten Augustwoche um bis zu 10 Euro je 100 kg.
Die monatelange Preisrallye beim Kupfer an der London Metal Exchange (LME) hat in der vorletzten Augustwoche eine vorübergehende Pause eingelegt. Nachdem die Notierungen am 17. August 2026 ein neues Allzeithoch erreicht hatten, gab der LME-Kupferpreis im weiteren Wochenverlauf um rund 700 US-Dollar pro Tonne nach.
Diese Marktbewegung hinterlässt unmittelbare Spuren im deutschen Nichteisen-Metallschrotthandel (NE-Schrott). Der Schrottgroßhandel meldet Preisrückgänge bei verschiedenen Buntmetallsorten. Bei Kupferschrott sanken die Einkaufspreise je nach Qualität um 5 bis 10 Euro pro 100 kg gegenüber der Vorwoche.
Auch andere Segmente im Buntmetall-Recycling verzeichneten leichte Reaktionen: Bleischrott gab um 5 Euro pro 100 kg nach, während hochwertige Aluminiumschrott-Sorten wie blanker Draht und Profilschrott ebenfalls leichte Einbußen hinnehmen mussten. Messing- und Zinkschrott hielten hingegen ihr Preisniveau.
Für deutsche Schrotthändler: NE-Schrotthändler im Bundesgebiet müssen ihre Einkaufspreise bei Kupferschrott an die korrigierten Großhandelsnotierungen anpassen und Lagerbestände mit engem Risikomanagement steuern.
Für österreichische Schrotthändler: Auch im österreichischen Metallhandel führt die LME-Korrektur zu veränderten Ankaufskonditionen für Sekundärkupfer und verlangt Umsicht bei der Preisgestaltung auf den Wertstoffhöfen.
Ref: RR-20260827-04