Marienhütte Graz investiert 150 Millionen Euro in den Totalumbau des Elektrolichtbogenofen-Stahlwerks
Das Stahlwerk Marienhütte in Graz, Österreichs einziger Betonstahlhersteller, startet die größte Investition seiner Geschichte. Für 150 Millionen Euro werden die Elektrolichtbogenofen-Anlage und die Halleninfrastruktur umfassend modernisiert.
Die Marienhütte Graz investiert 150 Millionen Euro in die schrottbasierte Elektrostahlproduktion und baut ihre EAF-Kapazitäten aus.
Das Stahl- und Walzwerk Marienhütte im steirischen Graz setzt mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro das bisher größte Umbauprojekt seiner Unternehmensgeschichte um. Als einziger verbliebener Betonstahlhersteller Österreichs verarbeitet der Betrieb jährlich rund 400.000 Tonnen Eisenschrott auf Basis der Elektrolichtbogenofen-Route (EAF).
Im Zuge des Großprojekts werden unter anderem die Hauptstahlwerkshalle von 13 auf 33 Meter aufgestockt, eine neue Entstaubungsanlage errichtet und die Nutzung der industriellen Abwärme für das städtische Fernwärmenetz ausgebaut. Ziel der Eigentümer ist die langfristige Sicherung des Standorts und der schrottbasierten Kreislaufwirtschaft.
Für den regionalen Schrottmarkt bedeutet diese Großinvestition ein starkes Signal. Die Marienhütte bleibt ein verlässlicher Großabnehmer für Eisenschrott in Österreich sowie für Zulieferer aus Süddeutschland und angrenzenden Nachbarstaaten.
Für deutsche Schrotthändler: Sichert die langfristige Nachfrage nach Schrott aus Süddeutschland und stärkt den grenzüberschreitenden Handel für EAF-fähige Qualitäten.
Für österreichische Schrotthändler: Gibt österreichischen Schrotthändlern hohe Abnahmesicherheit für Eisenschrott und stabilisiert den heimischen Markt.
Ref: RR-20260905-02