Preisdruck auf NE-Metallschrottmärkten in Deutschland Ende August 2026
In der letzten Augustwoche gaben die Großhandelseinkaufspreise für Nichteisen-Metallschrotte in Deutschland spürbar nach. Besonders Kupfer-, Messing- und Edelstahlfraktionen verzeichneten Preisabschläge.
Gefallene Großhandelseinkaufspreise bei Kupfer-, Messing- und Edelstahl-Schrotten setzen die Margen der Schrotthändler kurzfristig unter Druck.
Nach einer Phase relativer Marktstabilisierung sind die Großhandelseinkaufspreise für Nichteisen-Metallschrotte auf dem deutschen Markt in der letzten Augustwoche 2026 flächendeckend gesunken. Laut aktuellen Marktberichten gaben die Notierungen für Kupferschrott je nach Sorte um 15 bis 20 Euro pro 100 kg nach.
Auch andere NE-Metallfraktionen folgten dem Abwärtstrend: Messingschrott büßte rund 10 Euro pro 100 kg ein, während Edelstahl-Schrotte (V2A und V4A) leichte Abschläge von 3 bis 5 Euro verzeichneten. Sämtliche Aluminiumschrott-Sorten gaben im Schnitt um 5 Euro nach, während Zink- und Bleischrott weitgehend stabil blieben.
Gründe für den Preisdruck sind eine verhaltene Industrienachfrage in Europa sowie volatile Rohstoffbörsen-Notierungen zum Monatsende. Der Markt zeigt sich unruhig, da Hütten und Weiterverarbeiter ihre Schrottannahmen vorsichtig terminieren.
Für deutsche Schrotthändler: Deutsche Schrotthändler müssen ihre Ankaufspreise an den Höfen umgehend anpassen, um Aufarbeitungs- und Lagerwertverluste bei NE-Metallen zu vermeiden.
Für österreichische Schrotthändler: Für österreichische Händler führt der Preisrückgang im Nachbarland zu angepassten Exportkonditionen in Richtung deutscher Hütten und Schmelzwerke.
Ref: RR-20260902-03